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Dinkel

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Herkunft und Botanik

Dinkel (Triticum spelta) ist eine Weizenart und botanisch nahe verwandt mit dem Weichweizen (Triticum aestivum), der heute wirtschaftlich bedeutendsten Weizenart. Zusammen mit den alten Getreidesorten Einkorn und Emmer sowie auch der Gerste gehört Dinkel zu den so genannten "Spelzgetreiden". Bei diesen Getreidearten ist das eigentliche Korn noch von einer Schutzhülle – der Spelzhülle oder einfach dem Spelz – umgeben, die vor der weiteren Verarbeitung erst entfernt werden muss.

Bereits vor etwa 8.000 Jahren soll Dinkel von den Ägyptern angebaut worden sein. Später (vor weit über 3000 Jahren) verbreitete er sich mittels Völkerwanderung bis nach Mittel- und Nordeuropa. Der Dinkel für unseren Dinkelsirup wird in Europa angebaut, unteranderem in Deutschland, Belgien und der Schweiz. 

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Ernte und Verarbeitung

Dinkel gilt als sehr robust und im Wachstum anspruchslos. Er ist kaum anfällig für Schädlinge, der Winter kann ihm nichts anhaben, aber er braucht einen guten Ackerboden um gut zu gedeihen.  

Im Herbst wird der Dinkel ausgesät und kann dann von Ende Juli bis Anfang August geerntet werden. Anschließend wir der Dinkel zu Mehl gemahlen und mit Wasser eingedickt. Ähnlich wie beim Reissirup wird die Masse erhitzt, eingedickt und mit Hilfe von Enzymen werden die Kohlenhydratketten aufgespalten, was zur arttypischen Süße führt.  

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Vorteile

Dinkel ist reich an Mineralstoffen und Vitaminen. Sein hoher Gehalt an Kieselsäure wirkt sich positiv auf Denkvermögen und Konzentration sowie die Gesundheit von Haut und Haaren aus. Er gilt außerdem – selbst bei Nahrungsmittelallergien – als äußerst verträglich und scheint eine insgesamt harmonisierende Wirkung auf den Körper, insbesondere auf die Verdauung zu haben.

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Verwendung

Dinkelsirup ist aufgrund seines malzigen Geschmackes pur auf Brot sehr lecker, eignet sich aber auch sehr gut zum Backen und für Desserts.